Honigpalme: Jubaea chilensis

Die Honigpalme ist in Chile heimisch. Und in den Anden herrschen zu Teil auch schon recht tiefe Temperaturen, wobei man auch hier sagen muss: Dort ist der Winter nicht so verregnet. Die Fäulnis-Gefahr ist hier um einiges höher, und die Jubaea ist längst nicht so winterhart wie die Trachycarpus.

Herr Trautmann (Homepage) aus Köln hat mir freundlicherweise dieses Bildmaterial zu Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Sie wächst am Anfang relativ langsam, wobei man durch einen großen Topf das Wachstum erheblich beschleunigen kann. Insgesamt kann man sagen: Je größer die Pflanze wird, desto schneller wächst sie. Bis sie einen Stamm bildet, dauert es viele Jahre (Jahrzehnte). Sie blüht erst ab 30 bis 60 Jahren, aber dann wird man mit "Mini-Kokosnüssen" belohnt. Die Kerne sehen Kokosnüssen ähnlich und innen findet man auch eine milchige Flüssigkeit. 

Dieses Bild zeigt eine meiner frisch gekeimten Jubaeas, daneben ein paar Samenkörner zum Vergleich und eine Ein-Euro-Münze.

Auspflanzen sollte man die Jubaea erst mit gefiederten Blättern. Desto größer, bzw. stärker eine Pflanze ist, desto frosthärter ist sie auch. Wie man auf den unteren beiden Bildern sehen kann, hat Herr Trautmann aus Köln sehr gute Erfahrungen mit der Honigpalme gemacht. Wenn man sie auspflanzt, sollte man einen erhöhten, sonnigen Standort wählen und auf einen gut drainierten Boden achten. Dies vermeidet Staunässe.

Auch diese Bilder stammen von Herrn Trautmann, sie zeigen die große Honigpalme in seinem Garten. Vielen Dank!

In der Heimat wird die Honigpalme bis zu 30 m hoch und erreicht einen Stammdurchmesser von über 1,5 m. So ist sie quasi der "Mammutbaum" unter den Palmen, was auch meine Begeisterung auslöste. Leider sind Jungpflanzen noch relativ teuer. In letzter Zeit kann man aber schon viele recht günstige Keimlinge entdecken.

Dies ist Rolf Thesings Jubaea. Sie stammt aus Chile und ist etwa fast 2m hoch. Seine Fotosammlung über Freilandpalmen etc. finden sie hier: http://community.webshots.com/user/rolli105

In der Schweiz am Lago Maggiore (Locarno) gibt es schon sehr große Exemplare von Jubaea chilensis, was die Robustheit dieser Palme beweist, denn das Tessin ist neben der sonnenreichsten Gegend der Schweiz auch die niederschlagsreichste. Aber trotzdem ist das dortige Klima bei weitem nicht mit dem unsrigen Vergleichbar, es bleibt immer ein großes Risiko, eine Honigpalme auszupflanzen.

 

 

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