Küstenmammutbaum: Sequoia sempervirens
Der Küstenmammutbaum, auch Redwood genannt, ist der höchste Baum der Erde. Der "Mendocino Tree" ist 112m hoch und hat einen Stammdurchmesser von ca. 5m! Er steht im Redwood Nationalpark. Küstensequoien leben in einer urigen Landschaft, bedeckt von Farnen und allerhand anderem Gewächs, auch lebten dort früher Indianer.
Dieses Foto gehört der Familie Ambühler. Freundlicherweise durfte ich es in meine Homepage einfügen. Vielen Dank!
Oft befinden sie sich in Gebieten, die regelmäßig überschwemmt sind. Sie halten die Bäche dort sauber und halten den Boden fest. Werden sie gefällt, verschlammt es dort, viele Fische können dort dann nicht mehr leben. Die Erde, die dann nicht mehr festgehalten wird, kann so in riesigen Lawinen die Hänge runterrutschen und ganze Ortschaften bedecken. Der Nebel dort ist sehr wichtig für die Redwoods, da sie diese extra Feuchtigkeit benötigen. Ausserdem sind Waldbrände, wie auch beim Bergmammutbaum, sehr wichtig, da sie das störende Untergehölz zerstören und die Redwood-Samen so auf die Erde fallen können. Die Küstenmammutbäume stört das Feuer aber wenig, da sie eine sehr dicke Borke haben. Es passiert aber, dass die Äste wegbrennen. Dann stehen dort riesige, astlose Säulen. Der Küstenmammutbaum ist aber in der Lage, sehr schnell wieder auszutreiben. So bildet sich sehr schnell neues Astwerk. Die Küstenmammutbäume werden nicht so alt, bzw. dick wie die Bergmammutbäume. Sie haben eine schlankere Gestalt und stehen, wie ihr Name schon sagt, in der Nähe der Pazifikküste. Das bedeutet, sie leben in einem feuchten, milden Klima. Und dies bedeutet, dass sie nicht so gut Frost vertragen können wie ihre Verwandten im Gebirge. Daher sind sie in Deutschland nicht so oft anzutreffen. Redwoods stehen nicht unter Schutz wie die Bergmammutbäume, bzw. nur in Nationalparks oder Schutzgebieten. So erzählt das Buch "Die Botschaft der Baumfrau" von Julia Hill die bewegende Geschichte einer Rettung eines Redwoods vor der Holzindustrie. Sie rettete einen 1000jähigen Redwood durch eine Baumbesetzung vor einer Holzfirma.
Diese beiden Bilder wurden mir freundlicherweise von Ottermedia
zur Verfügung gestellt. Vielen Dank. Sie zeigen Julia "Butterfly"
Hill und Luna.
Leider werden heute noch riesige Flächen von Redwood-Wäldern von der Holzindustrie zerstört. Daher sollte man den Kauf von Redwood-Produkten wie z.B. Möbeln vermeiden. Traurigerweise wurde "Luna", wie dieser Redwood genannt wird, illegal von einem Kriminellen angesägt. Der präzise Schnitt mit einer Kettensäge zieht sich durch 2/3 des Stammes. Dies gefährdet sehr die Stabilität und Sturmsicherheit des 60 Meter hohen Baumes. Der Küstenmammutbaum wurde 1794 von dem Botaniker A. Menzies gefunden, nach dem die Douglasie benannt ist (Pseudotsuga menziesii). Er schickte Pflanzenmaterial nach England. 1823 wurde der Küstenmammutbaum aufgrund seiner Ähnlichkeit zur Sumpfzypresse (Taxodium distichum) Taxodium sempervirens genannt. Der Österreicher St. Endlicher erkannte aber diesen Fehler und benannte den Baum nach Sequoiah, einem Indianer, der eine Laut-Silbenschrift für die Cherokee-Indianer entwickelte. 1840 gelangte das erste Saatgut nach Europa. 1843 erhielten auch die Briten Saatgut, aus dem sich viele Exemplare entwickelten, die heute ca. 35-45m hoch sind. In Weinheim im Exotenwald befindet sich auch ein altes Exemplar, dass heute ca. 25m hoch ist. Auch ist im Grugapark in Essen ein beeindruckendes Exemplar zu finden. Der Küstenmammutbaum wächst in Europa, zumindest in Deutschland und anderen, eher kalten, Ländern nicht so gut wie der Bergmammutbaum, wird aber anscheinend immer häufiger angepflanzt.
Anzuchttipps kann man ganz unten bei Bergmammutbaum nachlesen!

Dieses ist ein NPS Photo. Es ist außerdem noch auf der Website http://www.meinamerika.de zu finden, die ich sehr empfehlen kann
Ein
Redwood-Sämling. Diese wachsen relativ schnell, zum Teil sogar schneller als
Sequoiadendron.