Hanfpalme: Trachycarpus fortunei
Zunächst einmal: Die Hanfpalme hat nichts mit dem richtigen Hanf zu tun, sondern heißt wegen Ihrer Fasern am Stamm so!
Sie ist heimisch in China und wächst dort bis in Höhenlagen von 2400 m! Das heisst, dass sie schon eine enorme Frosttoleranz braucht, um die Winter in dieser Höhe zu überleben. Wobei man aber auch sagen muss, dass dort die Winter nicht so verregnet sind wie hier in Deutschland.
Die Hanfpalme kann über 10 m hoch werden. Sie ist die häufigste aller frostharten Palmen (bis -15°C und sogar darunter), die in die Deutschland angepflanzt wird, aber auch die geeignetste, wenn man eine schnellwachsende Palme haben möchte.
Dieses Bild stammt von Dirk W.. Er hat es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Es wurde im Bot. Garten Bochum aufgenommen. Vielen Dank!
Man kann sie einfach durch Samen ziehen, man bekommt aber auch oft Jungpflanzen angeboten. Man sollte nicht gleich die Sämlinge auspflanzen, sondern die Palme sollte schon ein paar Jahre alt sein. Wenn man sie auspflanzt, sollte man am Besten für eine gute Drainage sorgen, damit keine Staunässe entsteht und die Wurzeln faulen könnten.
Die Hanfpalme ist eine Fächerpalme und kann in Deutschland an guten Stellen bis zu sechs Blätter pro Jahr ausbilden und imponiert mit einem Stammwachstum von bis zu 30 cm pro Jahr. Diese Angaben sind wohl Maximal-Werte. Ausserdem kommt es auf den Standort an, wo das Saatgut der Palme herkommt. Am Besten ist es natürlich, wenn man das Saatgut von einer schon großen Palme nimmt, die hier schon jahrelang unseren Wintern trotzt. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Das heißt, dass wenn man Samen ernten möchte, man eine weibliche und eine männliche Pflanze braucht, die möglichst dicht beieinander stehen.
Die Palme braucht für ein optimales Wachstum viel Sonne, also nicht in den Schatten pflanzen. Hier gehen die Aussagen aber weit auseinander. Manche behaupten, die Hanfpalme wachse besser im Halbschatten.
Wer in nicht so klimabegünstigten Teilen Deutschlands lebt, muss unter Umständen einen recht guten Winterschutz für seine Palme haben (dies gilt für alle Palmen-Arten):
Das Palmenherz, also den Vegetationspunkt sollte man vor Nässe schützen, grade bei frisch ausgepflanzten Exemplaren. Manche behandeln ihre Palmen sogar mit Chinosol, um Fäulnis vorzubeugen. Bei Extremtemperaturen kann man die Palme ganz einwickeln, z.B. mit Bastmatten oder Noppenfolie, oder die Palme mit einem Gestell, ähnlich einem Gewächshaus, umbauen. Unter Umständen ist sogar ein Heizkabel notwendig.